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Kunsthalle Göppingen

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Die Welt, die sich in Bildern begreift. Meisterwerke aus der Sammlung der Kunsthalle Göppingen

Ort
Schloss Filseck
Zeitraum
10.07.2011 - 14.08.2011

In Bildern erkennen und begreifen wir die Welt, als eine soziale Welt, wenn Käthe Kollwitz mit ihrer berühmten Lithographie den Hunger der Kinder dem Betrachter vor Augen führt. Und sie versteht es auch, für das Glück von Mutter und Kind eindrückliche Bilder zu finden. Otto Dix ist ein Meister des Portraits, von sich, von seinen Kindern und Enkelkindern. Eine Radierung von Pablo Picasso zeigt das Gesicht eines Faun, ein antikes Fabelwesen mit menschlichen, ausdrucksvollen Züge. Marc Chagall entführt uns in seine märchenhafte, surreal interpretierte Erinnerung an das jüdische „Stedl“, mit den Traditionen und Träumen. Frans Masereel mischt sich mit seinen Holzschnitten ein in die sozialen Konflikte. Kunst hat immer schon den sozialen Bezug gefunden. Die Originalgrafik – Radierung, Holzschnitt, Lithografie, Fotografie – und das Multiple machen meisterhafte Bilder zugänglich, nicht selten bilden sie einen wesentlichen Weg des Sammelns.

Kunstwerke sind als Sammlung ein Schatz, sie bedeuten Kultur und stehen für den Geist, die Empfindungen, den Sinn für Poesie und die Fantasie ihrer Zeit. Sie zu sammeln bedeutet Wertschätzung und Bewusstsein für Werte jenseits des besinnungslosen Konsums. In Kunstwerken steckt Denken, kritische Wahrnehmung, Weisheit, und Kunstwerke haben immer auch ein Stück Magie, ihr Geheimnis. Bilder vermitteln Erkennen und sind Entwurf, zeigen Realität und eine Vision. Wer mit Fantasie sich seine Welt erkunden möchte, sollte sich auch der Kunst zuwenden. Er könnte sich ein Beispiel nehmen.

In der Sammlung der Kunsthalle Göppingen gibt es eindrucksvolle Bilder, der Originalgrafik: Die stimmungsvollen Landschaftsradierungen von Felix Hollenberg, die ägyptischen Visionen eine Max Ernst, gemeinsam veröffentlicht mit den Kleiderentwürfen von Dorothea Tanning, bis zur konkreten oder zu einer abstrakt gestischen Kompositionen von K.R.H. Sonderborg. Von Horst Antes besitzt die Kunstsammlung der Kunsthalle Göppingen einen eindrucksvollen eisernen Kopf. Jaume Plensas Selbstportrait zeigt ihn von hinten, der Betrachter schaut mit ihm. Thomas Huber, dessen Bilder auch in der Kunsthalle Göppingen in Form einer Privatsammlung zu sehen sein werden, entwirft für den Plan seiner Stadt Huberville alle Gebäude, auch ein Museum. Zwei Lithografien zeigen den Sinn, den Entwurf und die Bedeutung einer imaginären Sammlung und Galerie.