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Kunsthalle Göppingen

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Kunst im öffentlichen Raum

Kunst und Kultur bestimmen wesentlich das ästhetische Bild und die Attraktivität einer Stadt. Mit einem Kunstwerk im öffentlichen Raum wird ein Platz zu einem Ort. Mit einer Skulptur ist die Stadtgeschichte greif- und sichtbar. Sie hinterlassen als temporäre Intervention Spuren im Stadtbild.

2024

My World on the Carpet – Weaving Future

Das Bild zeigt einen auf den Boden gemalten Teppich vor der Kunsthalle, um ihn herum stehen einige Menschen. Es scheint ein sonniger Tag zu sein, da die Bäume starke Schatten auf den Boden werfen. Der Teppich besteht aus vielen verschieden Farben und Muster.

 

Auf dem Vorplatz der Kunsthalle Göppingen ist die Bodeninstallation My World on the Carpet – Weaving Future der Künstlerin Iris Andraschek entstanden. Initial für dieses künstlerische Projekt ist die 40-jährige Länderpartnerschaft von Burundi und Baden-Württemberg im Jahr 2024. Iris Andraschek hat ihr Konzept für das Kunstwerk in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Burundi erstellt, die ihre Entwürfe in Workshops mit Laly Sangano, Theaterschauspielerin und -therapeutin entwickelt haben.

NEOKunsthalle

Zu sehen ist eine Fotografie der Neo-Kunsthalle auf dem Bahnhofsplatz in Göppingen. Die Neo-Kunsthalle ist eine kleine Version der Kunsthalle aus Pappkartons. Das Bild wurde so bearbeitet, dass nur noch die Neo-Kunsthalle farbig ist und der Hintergrund schwarz-weiß.

 

Unter dem Titel NEOKunsthalle lud der Kölner Künstler Frank Bölter vom 01.07. bis 19.07.2024 zum Mitgestalten, Mitbauen und Mitfalten auf den Bahnhofsvorplatz in Göppingen ein. Das entstandene Bauwerk – eine maßstabsgetreue Verkleinerung der Kunsthalle, gänzlich aus Pappe erbaut. Anschließend zog die NEOKunsthalle in Teilen in die Kunsthalle Göppingen um.

Fotocredit: Georg Pöhnlein

Modified Social Bench #5, 2021, Jeppe Hein

Fotografie der Vorplatzes der Kunsthalle, dessen Zentrum die Social Bench steht. Die Social Bench ist eine eine rote Bank die in einem schlangenlinienartigem Muster gebogen ist.

 

Die Skulptur von Jeppe Hein lädt im Innenhof der Kunsthalle Göppingen zum Sitzen, Verweilen, sich begegnen, Spielen und Klettern ein. Die Serie der Social Benches hat der Künstler als interaktive Skulpturen konzipiert, die durch ihren Aufforderungscharakter ihre Umgebung in aktive Orte umwandeln. Der Ankauf des Kunstwerks wurde maßgeblich durch Spenden von Bürgerinnen und Bürgern, des Rotary Clubs Göppingen und der Kreissparkasse Göppingen ermöglicht.

2023

SAPPY 😉

Die Fotografie zeigt ein komplett gelb gestrichene Unterführung, durch die eine Frau läuft. An den Wänden rechts und links wurde jeweils ein paar weißer Flügel gesprayt, sie sind sehr groß und nehmen einen Großteil des Platzes ein. Wenn man auf den Boden schaut erkennt man, dass sich ein gelber Schriftzug durch die ganze Unterführung schlängelt.

 

„Jemanden bei sich haben“ steht in Druckbuchstaben auf einem Papierstreifen, der aus der silbern glitzernden sogenannten Wunschbox neben vielen anderen Wünschen und Sorgen von einer Gruppe junger Menschen aus der Lebenshilfe beim ersten Workshop im Rahmen des Projekts SAPPY im Atelier der Kunsthalle Göppingen formuliert wurde. Anregungen, Wünsche, Nachrichten und Sorgen können dabei formuliert werden: für sich, in der Gruppe, anonym oder offen und je nach Zielgruppe ausgesprochen beziehungsweise gestaltet oder geschrieben. SAPPY ist eine Mischung aus den beiden englischen Begriffen „sad“ und „happy“ – traurig und glücklich. Wenn man SAPPY ausspricht, hört man beinahe diese Ungewissheit dieser Gefühlslage, in der sich das ganze Paket an globaler Unsicherheit findet, aber eben auch das ganz persönliche und individuelle Glücksgefühl. Die Künstlerin Iris Andraschek, betreut künstlerisch das Projekt SAPPY.

 

2021

Kunst findet Stadt

Eine Aufnahme aus der Vogelperspektive des Marktplatzes von Göppingen. Auf dem Platz wurde eine Illustration gemalt die sich über fast den ganzen Platz erstreckt. Die Illustration ist in schwarz-weiß und zeigt Menschen, Häuser und Bäume.

Foto: Hagen Betzwieser 2021

 

Das normale Bild, das sich Göppinger Bürger*innen beim Überqueren des Marktplatzes bietet, sieht so aus: Passanten, Paare, Kinder: stehend, gehend, schlendernd. In der Zeit von Dienstag, den 14. bis Samstag, den 18. September kommt noch eine Tätigkeit hinzu: nämlich zeichnend.

Dafür wird die Kunsthalle Göppingen eine Woche lang ein Open-Air-Atelier mitten auf dem Marktplatz vor dem Rathaus installieren: Der Boden wird zur Leinwand und alle Göppinger Bürger*innen sind eingeladen bei der Entstehung eines großformatigen Boden-Murals mitzumachen.

Die Vorlage für das 400 m² große Bild wird von den beiden Streetart-Künstlern Sourati aus Mannheim erstellt.

Mit dem Projekt Kunst findet Stadt rückt die Kunsthalle Göppingen das Thema der Partizipation in den Fokus und führt ihren Leitsatz „Kunst findet statt“ weiter.

Zentrale Idee von „Kunst findet Stadt“ ist eine gemeinsame ästhetische Erfahrung der Göppinger Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen. Eine von 500 Menschen erstellte Zeichnung soll Sinnbild dafür sein, dass eine Pandemie nur dann überwindbar ist, wenn man zusammen agiert.

 

2020

Drei Bilder die an verschiedenen Orten in Göppingen aufgenommen wurden zeigen Flaggen, die an Leinen zwischen den Häuser aufgehängt wurden. Die Flaggen sind bunt und enthalten verschiedene Formen und Muster.

Jacob Dahlgren 

Leuchtend bunte Fahnen mit geometrischen Formen versehen verteilen sich in der Stadt Göppingen – Ausgangspunkt und Zentrum ist die Ausstellung „The Flag Project“ des schwedischen Künstlers Jacob Dahlgren (*1970) in der Kunsthalle Göppingen.

Angeregt von der Tradition des Minimalismus und Konstruktivismus entdeckt Jacob Dahlgren Abstraktion in Dingen des alltäglichen Lebens. Er regt in seinen Installationen, Filmen und Aktionen den Betrachtenden zu einer aktiven Teilhabe an. Jacob Dahlgren lässt den Ausstellungsraum „Halle oben“ zu einer Produktionsstätte werden. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, eigene abstrakte Entwürfe zu gestalten: Aus ihren Vorlagen werden vor Ort Fahnen gefertigt, die im Innenhof der Kunsthalle Göppingen Teil der Installation werden und sich weiter im Stadtraum ausbreiten.

 

2019

Fotografie eines Mannes der an einem sonnigen Tag über einen Schotterweg läuft. Im Hintergrund ist ein Wald und davor ein kleiner Flugplatz, an dem gerade ein Flugzeug startet.

Daniel Beerstecher

Daniel Beerstecher startete im Rahmen der Donaugalerie Tuttlingen am 14.07.2019 um 12 Uhr am Museum ArtPlus in Donaueschingen seinen extremen Slow-Walk Marathon. Er ging bis zum 27.09.2019 an der Donau entlang, weiter nach Tuttlingen und bis zum Zieleinlauf auf der Startbahn des Flughafen Neuhausen ob Eck. Auf einer Distanz von 42,195 km läuft er mit ca. 100 Metern pro Stunde insgesamt 6 Stunden pro Tag.

Während dieser radikalen Entschleunigung wurden seine aktuellen Standpunkte und Koordinaten, ein Live-Video und Laufgeschwindigkeit via GPS und Technologien von Extremsportler*innen hier auf einer eigenen Webseite und ins Museum ArtPlus, in die Kunsthalle Göppingen und in die Galerie der Stadt Tuttlingen übertragen. Der Künstler setzte sich auf innovative Weise mit den geografischen, technischen und sozialen Gegebenheiten und Herausforderungen unserer Gegenwart auseinander. Online-Follower und Publikum vor Ort konnten dem physischen Teil der Performance beiwohnen oder sich dieser sogar selbst anschließen.

An einem Stab sind jeweils zwei runde Spiegel befestigt. Acht solcher Konstruktionen stehen in einem, Kreis sodass die spiegelnde Seite nach innen zeigt.

Bernd Halbherr

Bei dem Projekt handelt es sich um eine soziale Skulptur mit performativem Charakter, bei der ein Teil der Objekte echte Beobachtungsspiegel sind und der zweite aus Fotografien besteht, die mit einem Weitwinkelobjektiv aufgenommen wurden.

Wir begegnen den Objekten an verschliedenen Orten im Stadtraum Göppingen.

2018

Zu sehen ist eine Frau, die an einem Tisch sitzt und auf ein Blatt Papier zeichnet. Der Tisch an dem sie sitzt ist zugestellt mit weiter Zeichnungen und anderen Dingen und neben ihr auf dem Stuhl liegen auch noch mehr Zeichnungen.

Sonja Alhäuser – Stadt-Zugabe(n)

bis 31.12.2018
Die Künstlerin Sonja Alhäuser auf Entdeckungstour durch Göppingens Ladenlandschaft.

TEILNEHMENDE GESCHÄFTE: LA MODE, CAFÉ BERNER, OBST UND GEMÜSE GITTLER, OPTIK HORN, STUDIO 54, KORB-RAU, KRÄUTERHAUS ST. BERNHARD, KREUZAPOTHEKE, DER REISEBÜRO

Auf einem schwarzen Untergrund liegt ein rundes Holzbrett. Auf diesem Holzbrett wurden blaue Rechtecke so befestigt, dass sie schief stehen und in der Mitte einen Kreis bilden.

Jonas Lund & Constant Dullaart: »Welcome In (circulation)«

05.10.2018 – 28.10.2018

Kulturfestival „Drehmomente“ der Kulturregion Stuttgart

Rathaus Göppingen,  Atrium, Hauptstraße 1,  73033 Göppingen

| 2017

Ein älter Mann steht vor einer Vitrine, es sieht ein bisschen so, als würde er dagegen klopfen. In der Vitrine hängt ein Plakat, welches wahrscheinlich von einem Film ist. Generell ist es aber eher unklar, was in dem Bild passiert.

Claude Wall – Thesenanschlag

Am Beginn der Reformation stand Martin Luthers Protest gegen die schamlose Vermarktung des Glaubens durch die katholische Kirche. In der Kunst bedeuten Thesen und Gegenthesen den permanenten Motor ihrer Entwicklung. Am 500. Jahrestag des Thesenanschlages von Martin Luther findet eine Kunstaktion in der Kunsthalle Göppingen statt – um 12 Uhr schlug Claude Wall die 96. These an.

| 2016

Schwarze Audio-Wellenform auf weißem Hintergrund. Die grafische Darstellung zeigt unterschiedlich hohe Ausschläge, die eine Ton- oder Klangaufnahme visualisieren.

Soundwalks. Feldstudie Göppingen – eine akustische Kartografie in vier Teilen

Eine akustische Kartografie in vier Teilen – Soundwalks und Klanginstallationen in Innenstadt und Kunsthalle mit Astrid und Ephraim Wegner

Zum Projekt des Netzwerk Neue Musik Baden Württemberg

Als akustisches Äquivalent zu den bildgebenden Methoden der Foto- oder Filmkunst wurden Tonaufnahmen angefertigt, um bestimmte Momente festzuhalten – wie eine Reihe von Schnappschüssen auf einem Zeitstrahl. Astrid & Ephraim Wegner bauen damit ein Wegenetz durch den Stadtkern. Akustische Eindrücke werden mit technischen Mitteln vergrößert, in Beziehung zueinander gesetzt und erfahrbar. Mit einer Karte, einem Abspielgerät und Kopfhörern erhalten die EinwohnerInnen Göppingens die Möglichkeit, sich in dieses Streckennetz einzuwählen und mitzumischen: An ausgewählten und entsprechend gekennzeichneten Orten in der Innenstadt hören die Menschen vor Ort Variationen des Stadtklangs.

Zwei Bilder die Fast gleich aussehen, in beiden sind einfarbige Rechtecke, die mittig aufeinander liegen und immer kleiner werden, was die Bilder so aussehen lässt wie ein Gang. Der einzige Unterschied besteht darin, dass das linke Bild außen Beige ist und zur Mitte hin immer weißer und das rechte Blau ist und zur Mitte hin immer schwärzer wird.

Lichtkunstfestival „Aufstiege“ der KulturRegion Stuttgart in Göppingen mit Yumi Kori und Michel Verjux

17.09.2016 – 9.10.2016

Yumi Kori // Infinity Device, Schlosswäldchen hinter dem Schloss, Göppingen

Die japanische Architektin und Künstlerin Yumi Kori greift mit ihren ortsspezifischen Installationen in gegebene Raumsituationen ein, die von gesellschaftlichen Praktiken und Vereinbarungen vordefiniert sind. Auf dem Schlossplatz in Göppingen errichtet sie eine modellhafte kubische Architektur, ein »Infinity Device«. Zwei kleine Treppen fordern dazu auf, hinaufzusteigen und durch die rechteckige Öffnung in das Innere der Skulptur zu schauen. Sichtbar wird eine Folge von Türdurchgängen, am Ende derer es auf fast magische Weise hell leuchtet. Die Künstlerin interessiert, die Wahrnehmung des existierenden Raums von eingeübten Ordnungs- und Bedeutungsfeldern zu befreien und für neue Perspektiven und Erfahrungen zu öffnen. Wer zur Tür des »Infinity Device« hineinschaut, erblickt ein Stück Unendlichkeit.

Michel Verjux // Wir brauchen Licht, Bahnhof und Büroturm der Kreissparkasse Göppingen

Im Inneren der Haupthalle des Göppinger Bahnhofs bestimmen zwei Halbkreise und ein Vollrund aus weißem Licht den Raum, durch den sich die Reisenden bewegen. Ein weiterer Lichtkreis stanzt eine helle Fläche aus dem oberen Teil des Büroturms, der gegenüber der Bahnhofshalle aufragt. Die puren geometrischen Formen treten in Dialog mit der Architektur des Ortes, wobei Wände und Fenster zum Bestandteil der skulpturalen Situation werden. Der französische Künstler Michel Verjux nimmt mit dieser klaren Geste die Realität des Raums in den Fokus. Er macht mit seinen Kreisen aus Licht sichtbar und erfahrbar, was wir in unseren alltäglichen Bewegungen zwar sehen, aber doch nicht bewusst wahrnehmen. Unsere Umgebung erfährt plötzlich eine Schönheit, die erst im Moment der Aufmerksamkeit entsteht.

| 2014

Vier Künstler(gruppen) nahmen den öffentlichen Raum der Stadt als Aktionsraum und realisierten im Laufe des Jahres 2014 die folgenden partizipatorischen Projekte.

Eine Gruppe von Menschen in weißen Schutzanzügen tragen zusammen eine Solarpanele.

PABLO WENDEL. PERFORMANCE ELECTRICS gGmbH – Kunststrom

Die von Pablo Wendel gegründete Performance Electrics gGmbH ist ein Stromanbieter zur Produktion und Distribution von Kunststrom – Strom, der durch und mit Kunst gegwonnen wird. Sowohl temporäre Aktionen im öffentlichen Raum als auch Installationen sind Formen der Kunststromproduktion. Für das aktuelle Projekt hat Performance Electrics stromerzeugende Skulpturen entwickelt, die erstmalig in der Göppinger Innenstadt präsentiert wurden. Die Skulpturen wurden aus Fragmenten alter Hochspannungsmasten und Photovoltaikmodulen konstruiert. Sie fungieren als autonome Kunststromlieferanten. (Fotos: © Performance Electrics)

In einem Garten steht ein kleines Pyramidenförmiges Gebäude, welches rot angestrichen ist. Durch eine Tür an der Vorderseite kann man in das Innere blicken. Es ist ein kleiner Raum, der mit einer altmodischen Tapete tapeziert ist und auf dem Boden liegt eine kleine runde Lampe und ein Kissen.

Valentina Vetturi. Alzheimer Café

10.10.2014 – 07.11.2014 im Garten der Stadtkirche Göppingen

Valentina Vetturis Soundinstallation widmete sich dem Thema der Erinnerung. Wenn die Erinnerungsfähigkeit des Menschen immer größere Lücken aufweist, sind es Klänge und Melodien, die sich als bleibend erweisen.

In einer Eingangshalle zwischen zwei Säulen steht eine Skulptur. Die Skulptur besteht aus weißen Platten, die ungleichmäßig übereinander gestapelt wurden. Der Raum wird von rechts durch ein Fenster erhellt.

Place of Place 2014

KYUNGWOO CHUN MIT EINEM KUNSTPROJEKT IN DER INNENSTADT VON GÖPPINGEN 19.07.2014 – 21.07.2014

Göppinger Bürger entwerfen mit dem koreanischen Künstler eine Skulptur. Am Wochenende 19. – 21. Juli 2014 beteiligt Kyungwoo Chun möglichst viele Göppinger Bürger an der Entwicklung seiner Skulptur Place of Place. Sie begegnen ihm an einem Stand in der Innenstadt (Hauptstraße). Dort werden Menschen, die gerade in der Stadt sind, sich mit ihren Zeichnungen an einer Stele beteiligen. Wissen Sie, wie die die Grenzlinien der Stadt Göppingen verlaufen, was alles zur Gemarkung von Göppingen gehört? Was verbindet Sie mit Göppingen, wo haben Ihre wichtigsten oder meisten persönlichen Erinnerungen ihren Ort? Das hat mit Ihrem, unserem Leben in dieser Stadt zu tun.

Wie wichtig ist der Ort, an dem man lebt? Die Globalisierung macht auch vor dem persönlichen Leben nicht halt. Auf einem Brief steht ein Absender, eine e-mail-Adresse gibt nicht mehr preis, von wo eine Nachricht verschickt wurde, wo der Absender lebt, was sich mit seinem Ort an persönlichen Leben und Geschichte verbinden lässt. Der Navi verwandelt die reale Landschaft in ein digitales System, durch das er den User mit freundlicher Stimme an sein Ziel bringt. Wer schaut noch auf eine Landkarte, analog zur Landschaft, auf einen Stadtplan, um seine wirkliche Umwelt zu verstehen.

Kyungwoo Chuns Projekt wird ein Statement sein für das Hier und Jetzt, hier und jetzt in Göppingen.

Auf einer schwarzen Tischplatte steht im Zentrum eine Kaffeetasse mit einem Löffel und zwei Zuckerwürfeln. Unter der Tasse liegen drei Servietten, auf denen ein roter, lilaner und grüner QR-Code abgebildet ist.

Eva Paulitsch & Uta Weyrich. Göppinger Serviettenkino

19.05.2014 – 02.06.2014

Eva Paulitsch und Uta Weyrich sammeln im öffentlichen Raum Handyfilme, die sie mit Jugendlichen über ihre Smartphones tauschen. Die Künstlerinnen speisen damit ihr digitales Filmarchiv. Es ist über einen QR-Code zu erschließen, den sie wie eine Grafik auf 56.000 Servietten gedruckt haben – Kunstwerke mitten aus dem Alltag.

Mit dem „Göppinger Serviettenkino“ erkunden und verändern die Künstlerinnen das Bild und den Alltag unserer Stadt. Jeder, der sich eine der Servietten besorgt, kann den QR-Code aktivieren und die Filme aus Göppingen anschauen. Sie wechseln ständig für die Dauer der Aktion. Die in drei Farben bedruckten Servietten sind ab dem 19. Mai 2014 überall im Innenstadtbereich zu finden: in Cafés und Eisdielen, in Imbissbuden und Restaurants, in Kantinen und Schulmensen, aber auch im ipunkt am Rathaus. Die Stadt Göppingen wird zum Kinosaal und jeder kann sich beteiligen, indem man die Filme beisteuert oder zum „temporären Kinobetreiber“ wird. Die Kunst hinterlässt ihre Spuren in der Stadt.

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VORHANDENES

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Projekte im öffentlichen Raum realisiert. Bei einem Spaziergang durch Göppingen sind beispielsweise zu entdecken:

LANDSCHAFT, MARKUS F. STRIEDER, EISEN, ATELIERHOF DER KUNSTHALLE

Ausstellungsansicht einer Skulptur, die aussieht, wie drei unregelmäßig quadratische Steinklötze, die übereinander gestapelt wurden.
An einer Außenfassade hängt eine Person aus Aluminium. Von der Person erkennt man nur die weißen Füße, da sie ansonst von einem roten Gewand bedenkt ist. DAS ROTE FRÄULEIN SANKT BERNADETTE AN DER AUSSENFASSADE STADTHALLE, ECKE LUTHERSTR./ÖSTL. RINGSTR
Künstler: Fritz Schwegler
Material: Aluminium, lackiert
Fertigstellung: 2004
Das Foto zeigt das leere Kaffee der Kunsthalle, links ist der Bereich in dem normalerweise Tische und Stühle stehen. Rechts daneben ist eine Treppe, die in den Eingangsbereich der Kunsthalle führt und rechts neben Treppe ist senkrecht eine blaue Neonröhre angebracht. Der ganze Bereich ist weiß gestrichen und der Boden ist gelb. VERTIKALE IM FOYER DER KUNSTHALLE GÖPPINGEN, MARSTALLSTRASSE 5
Künstler: Klaus Heider
Material: Neonröhre, Spiegel
Fertigstellung: 1997
Direkt an einer Straße angrenzend ist ein Backsteingerüst. Es sieht aus wie ein unfertiges Haus und besteht aus Säulen und Bögen, die sie miteinander verbinden. Durch das Gerüst hindurch führt ein Fußgängerweg. BACKSTEIN-SKULPTUR AUF DER VERKEHRSINSEL DES THEODOR-HEUSS-PLATZES
Künstler: Per Kirkeby
Material: Backstein, Mörtel
Fertigstellung: 1992