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STEFAN ROHRER

Zeitdilatation, Zeitdelirium... - und zurück

23.06.2019 – 01.09.2019

 

In den raumgreifenden Skulpturen des Bildhauers Stefan Rohrer (*1968 in Göppingen) steht die Faszination für das Automobil, für seine Formen und Oberflächen im Mittelpunkt. Die Freude und Lust an der Geschwindigkeit ist in der Betrachtung seiner Werke nachzuvollziehen, so ist das Auto seit je her mit Emotionen verbunden, ist nicht nur Gebrauchsgegenstand sondern mit Vorstellungen und Wünschen besetzt.

Die Ausstellung in der Kunsthalle Göppingen zeigt raumgreifende Skulpturen und Wandobjekte von Stefan Rohrer. Gemeinsam mit seinen Videoarbeiten und großformatigen  Zeichnungen mit Altöl und Bleistift auf Papier wird erstmals in einer Einzelausstellung das Werk des Künstlers umfassend gezeigt. Stefan Roher hat eine Installation seiner Werke in der Kunsthalle Göppingen konzipiert, die den Besucher in eine nächtliche  Atmosphäre eintauchen lässt: „Ich will im Ausstellungsraum eine Straßenszene bei Nacht inszenieren. Die Beleuchtung entsteht allein durch die Scheinwerfer der Fahrzeuge und Straßenlaternen. Die Musik und die Geräusche der Filme mutieren zum Straßenlärm.“

Aus alten Autokarosserien, Motorrollern und Modellautos formt der Künstler seine Skulpturen. Karosserien werden zerlegt, gedehnt, geschlungen und neu zusammengesetzt. Zugleich erzählen seine Arbeiten Geschichten – von der Sehnsucht nach Freiheit, aber auch vom Rausch der Geschwindigkeit, von Übermut und Gefahr. Ein prägnantes Werk des Bildhauers im öffentlichen Raum an der EWS Arena in Göppingen ist die Skulptur „Blauer Strudel“. Ein VW Golf, dessen Form sich mit Schwung und Geschwindigkeit in einer Spirale auffächert.

Bewegungsabläufe werden in seinen Skulpturen ablesbar und in einzelne Momente abgebildet. Wie in Zeitlupe wird ein Verlauf sichtbar, wenn sich der Motoroller um einen Laternenpfahl schlingt, Fahrersitz und Reifen aus der Motorhaube eines Porsches schleudern oder sich ein Ford Mustang und ein Dodge Charger in ein gefährliches Rennen begeben. Die Titel „Schleudertrauma“ oder „Grüne Hölle“ lassen an ein fatales Ende denken. Das Moment des Absurden und des Humors überwiegt jedoch, wie auch in Stefan Rohrers filmischen Arbeiten.  Das Video „Air“ entstand aktuell in der Kunsthalle Göppingen. Er spielt Bachs „Air“ aus der Suite Nr. 3 in D-Dur auf der Geige vor den Eingangstüren des Museums.

Stefan Rohrer studierte an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle (Saale) und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der am 1. September 2019, um 16 Uhr in der Kunsthalle Göppingen im Rahmen eines Künstlergesprächs vorgestellt wird

 

 

 

Termine |
Veranstaltungen

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