Schloss Filseck

FARBE UND RAUM

Klaus Heider
Günther C. Kirchberger

05.05.2017 - 10.09.2017

Schloss Filseck, Galerie im Ostflügel im 1. Obergeschoss

 

 

KLAUS HEIDER

Im malerischen und zeichnerischen Werk von Klaus Heider geht es um den imaginären Bildraum. Zunächst bildet der transparente Raum den Ort menschlicher Existenz, dann sind abstrakte, schwebende Räume das Thema. Schließlich geht es um den Raum des Universums als Ort des Bildgeschehens. Dieser erschließt sich im Zeichen des Kreises, mit der Horizontlinie und in der Fotografie und in den Fotogrammen mit vielen Motiven. Sich ein Bild machen bedeutet für Klaus Heider, mit den Möglichkeiten in seiner Kunst phantasievoll zu spielen. Und er ist auch ein Künstlerphilosoph, der sich über das Denken in Bildern und über die Möglichkeiten der Kunst in Kunstwerken Gedanken macht. Immer wieder sind es Schrift, Worte, Texte, die einen weiteren Vorstellungs- und Denkraum mit den Perspektiven der Kunst eröffnen.

Klaus Heider hat es in seinen Werken mit zentralen Fragen der Kunst zu tun. Das Leben als Künstler interessiert ihn, die Philosophie, die Ästhetik, er denkt in Bildern. Mit Blick auf das Universum, auf die Dynamik der Schöpfung, macht seine Kunst sichtbar, was er in der theoretischen Physik und in der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung an bemerkenswerten Herausforderungen und Motiven für Bilder fand.

Werner Meyer

 

GÜNTHER C. KIRCHBERGER

Im Frühwerk von Günther C. Kirchberger spielt die Farbe eine dominierende Rolle. Bereits 1957, kurz nach seiner ersten Begegnung mit der neuen Malerei des Abstrakten Expressionismus in London, entstehen großformatige Arbeiten, bei denen Kirchberger die Farbe mit energischer Dynamik und eruptiver Unmittelbarkeit auf die Leinwand aufträgt. Ist diese neuartige, pure Malerei zunächst noch ein sehr zeittypischer Ausdruck von Rebellion und Freiheit, so wird sie schon bald zum Medium einer sehr bewussten und eigenständigen Formensuche.

Ab 1959 ballen sich die einzelnen Pinselstriche in Kirchbergers Werken immer mehr zusammen, bis sie schließlich große, mächtige Farbformen bilden, die unmittelbar aus der Malerei selbst herauszuwachsen scheinen. Den Endpunkt dieser Entwicklung markieren jene imposanten, aus großflächigen Farb-Elementen aufgebauten Werke, für die Kunsthistoriker gerne den englischen Begriff Hard Edge, harte Kante, verwenden.

Die Ausstellung zeichnet diesen wichtigen Wendepunkt im Frühwerk Kirchbergers, der zugleich ein Schlaglicht auf die Neuorientierung der Malerei um 1960 wirft, anhand ausgewählter Werkbeispiele nach.

Stephan Geiger

PDF zur Ausstellung

Termine |
Veranstaltungen

SENIOREN KUNST CLUB

28.06.2017 16:00 Uhr

Kunsthalle Göppingen

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Öffentliche Führung

02.07.2017 15:00 Uhr

Schloss Filseck

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